Wie berechnet man den Lohnanteil einer Bauleistung?
Der Lohnanteil je Leistungseinheit ergibt sich aus dem benötigten Zeitansatz und dem passenden betrieblichen Lohnkostensatz. Bruttostundenlohn, Lohnkosten und Verkaufs-Stundenverrechnungssatz sind unterschiedliche Größen. Die verwendete Basis muss vor der Rechnung feststehen.
Worauf es fachlich ankommt
Zum betrieblichen Lohnkostensatz gehören die für diese Basis angesetzten Personalaufwendungen. Ein Verkaufs-Stundenverrechnungssatz kann zusätzlich Gemeinkosten und Ergebnisbestandteile enthalten. Werden darauf dieselben Kosten nochmals aufgeschlagen, entsteht eine Doppelbelastung.
Der Zeitansatz beschreibt die benötigte Arbeitszeit für eine bestimmte Ausführung. Zugänglichkeit, Arbeitsorganisation und kleine Losgrößen können einen anderen Ansatz erfordern als ein gut laufendes Musterprojekt.
So gehen Sie vor
- Betrieblichen Kostensatz und enthaltene Bestandteile klären.
- Benötigte Personenstunden je Leistungseinheit bestimmen.
- Erschwernisse und Zusatzaufwand fachlich berücksichtigen.
- Lohnanteil und Gesamtstunden für die Projektmenge gegenprüfen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Fiktives Nettobeispiel: 0,50 Personenstunden je m² zu einem angenommenen Lohnkostensatz von 40,00 €/h ergeben 20,00 €/m² Lohnkosten. Für 120 m² sind das 60 Personenstunden beziehungsweise 2.400,00 €. Die Werte sind keine Tarif- oder Leistungsangaben.
Typische Fehler vermeiden
Kolonnenstunden und Personenstunden nicht gleichsetzen: Zwei Personen, die eine Stunde arbeiten, leisten zusammen zwei Personenstunden.
Nicht mit dem reinen Bruttolohn rechnen, wenn der benötigte Ansatz weitere Personalkosten abdecken soll.
Vom Wissen zur Anwendung
So hilft Splint beim Prüfen von Lohnansätzen
- Ihre Ausgangsdaten
- Eine Position mit passendem Zeitbedarf und Ihrem betrieblichen Lohnkostenansatz.
- Ihr Ablauf in Splint
- Den Lohnbestandteil im Preisaufbau der Position nachvollziehen und den Ansatz für das Vorhaben bearbeiten.
- Das prüfen Sie
- Personenstunden, Bezugseinheit und enthaltene Kosten prüfen; bereits berücksichtigte Zuschläge erkennen.
- Ihr Ergebnis
- Ein erklärbarer Lohnanteil als Bestandteil der kalkulierten Bauleistung.
Häufige Fragen
Ist der Kunden-Stundensatz der Lohn des Mitarbeiters?
Nein. Er kann neben den Lohnkosten weitere betriebliche Kosten und Ergebnisbestandteile enthalten.
Welche Zeit gehört in den Ansatz?
Die fachlich benötigte Zeit für die beschriebene Leistung. Weitere Zeiten müssen nach der gewählten betrieblichen Logik eindeutig zugeordnet werden.