Was unterscheidet die Projektmenge vom Einsatz eines Kalkulationsbestandteils?
Die Projektmenge beschreibt den Umfang der angebotenen Leistung. Der Einsatz beschreibt, wie viel eines Materials, einer Arbeitszeit oder eines anderen Bestandteils je Leistungseinheit benötigt wird. Ein zusätzlicher Faktor muss eine klar erklärte Bedeutung haben und darf Bedarf nicht doppelt berücksichtigen.
Worauf es fachlich ankommt
Bei 100 m² Wand ist die Projektmenge 100 m². Benötigt ein Bestandteil 1,10 m² Material je m² Wand, ist der gesamte Materialbedarf 110 m². Der Materialpreis bezieht sich wiederum auf die Einkaufseinheit.
Ein Faktor kann eine begründete Anpassung des Grundansatzes beschreiben. Vor einer Änderung muss feststehen, ob zum Beispiel Verschnitt bereits im Grundansatz enthalten ist. Ein Preisaufschlag auf die Gesamtposition ist etwas anderes als ein geänderter Bedarf eines einzelnen Bestandteils.
So gehen Sie vor
- Projektmenge und Leistungseinheit eindeutig festlegen.
- Grundansatz jedes Bestandteils mit seiner Ressourcen-Einheit prüfen.
- Bedeutung eines zusätzlichen Faktors begründen und Doppelansätze ausschließen.
- Wirksamen Einsatz, Einzelkosten je Einheit und Gesamtbedarf unabhängig nachrechnen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Fiktives Nettobeispiel: Grundansatz 1,00 m² Material je m² Leistung, Faktor 1,10 und Materialpreis 20,00 €/m² ergeben 22,00 € Materialkosten je m² Leistung. Für 80 m² sind 88 m² Material beziehungsweise 1.760,00 € anzusetzen.
Typische Fehler vermeiden
Verschnitt nicht gleichzeitig im Grundansatz und nochmals mit demselben Zuschlag im Faktor berücksichtigen.
Eine Änderung der Projektmenge nicht zusätzlich im Einsatz je Einheit wiederholen.
Vom Wissen zur Anwendung
So hilft Splint bei der Prüfung von Einsatzmengen
- Ihre Ausgangsdaten
- Ein Projekt-LV mit passender Leistungseinheit und den benötigten Kalkulationsbestandteilen.
- Ihr Ablauf in Splint
- Den Preisaufbau der Position öffnen und die Ansätze der einzelnen Bestandteile bearbeiten beziehungsweise prüfen.
- Das prüfen Sie
- Ressourcen-Einheit, Bedarf je Leistungseinheit und Preisgrundlage kontrollieren; Faktoren fachlich herleiten.
- Ihr Ergebnis
- Ein nachvollziehbarer Preisaufbau, bei dem Projektmenge und Ressourcenbedarf unterscheidbar sind.
Häufige Fragen
Ist ein Einsatzfaktor dasselbe wie ein Preiszuschlag?
Nein. Ein Einsatzfaktor betrifft die benötigte Menge eines Bestandteils. Ein Preiszuschlag hat eine eigene Kostenbasis und Bedeutung.
Wo gehört Verschnitt hinein?
In einen eindeutig dokumentierten Ansatz. Entscheidend ist, dass er fachlich passt und nicht mehrfach berücksichtigt wird.