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Splint

Kalkulationswissen

Einheitspreis aufbauen: Kosten je Leistungseinheit erklären

Einheitspreise aus Material, Lohn und weiteren Kosten aufbauen: Bezugsgrößen, Zuschläge und Positionspreise nachvollziehen.

Redaktion: Splint · Ansprechpartner: André Herecki · Aktualisiert:

Wie wird der Einheitspreis einer Bauleistung aufgebaut?

Der Einheitspreis bezieht sich auf eine definierte Leistungseinheit, etwa einen Quadratmeter Wand. Er entsteht aus passenden Kostenansätzen und der vereinbarten Berücksichtigung weiterer Kosten, Wagnis und Gewinn. Der Positionspreis ergibt sich bei einer einfachen Mengenposition aus Menge mal Einheitspreis.

Worauf es fachlich ankommt

Ein Materialpreis ist nur ein Baustein. Für den Einheitspreis einer fertigen Leistung werden der Materialbedarf je Leistungseinheit, die benötigte Arbeitszeit und weitere erforderliche Bestandteile betrachtet.

Die Bezugsbasis der Zuschläge muss bekannt sein. Je nach betrieblicher Kalkulationsmethode können verschiedene Kosten unterschiedlich behandelt werden. Ein einheitlicher Beispielzuschlag ist keine allgemeine Baukalkulationsregel.

So gehen Sie vor

  1. Leistung und Einheit festlegen.
  2. Material, Zeit und weitere benötigte Bestandteile je Leistungseinheit aufbauen.
  3. Weitere Kosten und Zuschläge mit ihrer jeweiligen Basis prüfen.
  4. Einheitspreis und Positionspreis unabhängig kontrollieren.

Ein Beispiel aus der Praxis

Fiktives Nettobeispiel mit bewusst einfacher Zuschlagslogik: Material 30,00 €, Lohn 20,00 € und Gerät 5,00 € je m² ergeben 55,00 € direkte Kosten. Ein angenommener Zuschlag von 20 % auf diese Basis ergibt 66,00 €/m². Bei 80 m² beträgt der Positionspreis 5.280,00 €.

Typische Fehler vermeiden

Verbrauch und Preis nicht vertauschen: 1,10 m² Bedarf und 20,00 €/m² Einkauf ergeben einen anderen Ansatz als 1,00 m² zu 20,00 €.

Einen Zuschlag auf Kosten nicht als gleich hohe Marge am Angebotspreis bezeichnen.

Vom Wissen zur Anwendung

So hilft Splint beim Aufbau eines Einheitspreises

Ihre Ausgangsdaten
Eine definierte LV-Position und fachlich passende Kalkulationsbestandteile.
Ihr Ablauf in Splint
Den Preisaufbau öffnen und Ressourcen, Mengenansätze und Preise der Position nachvollziehen.
Das prüfen Sie
Prüfen, ob Einheit, Bedarf und Kostenbasis zur angebotenen Leistung passen.
Ihr Ergebnis
Ein bearbeitbarer, nachvollziehbarer Positionsansatz statt eines isolierten Pauschalpreises.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Einheitspreis und Positionspreis?

Der Einheitspreis gilt für eine Leistungseinheit; der Positionspreis berücksichtigt die konkrete Projektmenge.

Sind 20 % Zuschlag gleich 20 % Marge?

Nein. Der Zuschlag bezieht sich auf eine Kostenbasis, die Marge auf den Angebotspreis.

Weiterführende Fachquellen

Der nächste Schritt

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