Was gehört in eine Positionsbibliothek?
Eine Positionsbibliothek hält wiederkehrende Leistungen mit Beschreibung, Einheit und Kalkulationsbestandteilen bereit. Sie hilft, eine passende Grundlage für ein neues LV zu finden. Die Projektmenge, die konkrete Ausführung und der Preisstand werden für jeden Auftrag erneut geprüft.
Worauf es fachlich ankommt
Eine brauchbare Position erklärt die Leistung und ihren Preisaufbau. Ein kurzer Name und ein alter Einheitspreis reichen dafür selten aus: Materialbedarf, Zeitansatz und notwendige Nebenleistungen müssen erkennbar sein.
Bibliotheksposition und Projektposition haben unterschiedliche Aufgaben. Die Bibliothek enthält wiederverwendbares Wissen. Erst im konkreten LV erhält die Leistung ihren Platz, ihre Ordnungszahl und ihre Projektmenge.
So gehen Sie vor
- Mit häufig angebotenen Leistungen beginnen und doppelte Varianten fachlich vergleichen.
- Beschreibung, Leistungseinheit, Bestandteile und Preisgrundlagen prüfen.
- An einem neuen Projekt testen, ob Ausführung und Leistungsumfang passen.
- Verantwortliche für die Pflege benennen und Änderungen nachvollziehbar halten.
Ein Beispiel aus der Praxis
Fiktives Beispiel: Eine Wandposition enthält Material und 0,50 Arbeitsstunden je m². Für 80 m² ergeben sich 40 Arbeitsstunden. Bei schwieriger Zugänglichkeit kann ein anderer Zeitansatz erforderlich sein; die passende Vorlage ist deshalb erst der Ausgangspunkt.
Die Zahlen sind frei gewählte Rechenwerte, keine Leistungsnorm oder Preisempfehlung.
Typische Fehler vermeiden
Gleich benannte Positionen können unterschiedliche Ausführungen beschreiben. Umgekehrt führen kleine Textvarianten oft zu unnötigen Dubletten. Nicht allein nach dem Titel entscheiden.
Eine Projekt-Ordnungszahl aus einem alten LV ist kein dauerhaftes Ordnungssystem für die Bibliothek.
Vom Wissen zur Anwendung
So hilft Splint beim Aufbau einer Positionsbibliothek
- Ihre Ausgangsdaten
- Geprüfte Positionen, Kalkulationsbestandteile und passende Firmenunterlagen.
- Ihr Ablauf in Splint
- Positionen in der Bibliothek aufbauen oder aus vorhandenen Kalkulationen als Grundlage nutzen und in ein Projekt-LV übernehmen.
- Das prüfen Sie
- Leistungsumfang, Einheit, Einsatzmengen und Preisstand am neuen Vorhaben prüfen.
- Ihr Ergebnis
- Ein bearbeitbarer Positionsansatz im Projekt, dessen fachliche Grundlage Sie nachvollziehen können.
Häufige Fragen
Ist eine Positionsbibliothek dasselbe wie eine Preisliste?
Nein. Eine Preisliste liefert Preisgrundlagen; eine Position verbindet eine Leistung mit Einheit und ihren Kalkulationsbestandteilen.
Wird eine alte Projektmenge automatisch zum neuen Bedarf?
Nein. Der Bedarf wird für das neue Vorhaben ermittelt und im Projekt geprüft.