Was gehört zu einer belastbaren LV-Kalkulation?
Ein Leistungsverzeichnis beschreibt die geforderten Leistungen. Für die Kalkulation reicht es nicht, einen ähnlichen Preis aus einem alten Angebot zu kopieren: Leistungsumfang, Ausführung und Bedingungen müssen zum neuen Projekt passen.
Materialbedarf, Arbeitszeit und weitere erforderliche Kostenansätze werden auf die Leistungseinheit bezogen. Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn folgen der vereinbarten Kalkulationslogik des Betriebs. Entscheidend ist, dass das Team den Aufbau des Einheitspreises nachvollziehen kann.
In fünf Schritten zum Angebotsentwurf
- Leistungsbeschreibung prüfen: Was ist enthalten, was fehlt und welche Rückfragen müssen vor der Preisbildung geklärt werden?
- Mengen und Einheiten kontrollieren: Passt der Ansatz zur ausgeschriebenen Einheit und zur erwarteten Ausführung?
- Kostenansätze aufbauen: Material, Zeitbedarf und weitere Bestandteile mit einer passenden, aktuellen Preisgrundlage kalkulieren.
- Wirtschaftlichkeit prüfen: Zuschläge, Angebotssumme und Kostenbasis gemeinsam betrachten. Annahmen und offene Punkte festhalten.
- Angebot ableiten: Den geprüften Kalkulationsstand verwenden und prüfen, ob Bezugstexte und Hinweise zum Auftrag passen.
Ein Beispiel aus der Splint-Demo
Im fiktiven Holzbauprojekt der Produktdemo wird eine Außenwandposition mit 240 m² kalkuliert. Der Materialansatz für eine OSB-Platte steigt von 1,10 auf 1,20 m² je Leistungseinheit. Bei 22,00 € pro m² erhöht sich dieser Materialanteil von 24,20 € auf 26,40 €.
Das Beispiel zeigt, warum Menge, Materialpreis und Zuschläge getrennt sichtbar sein sollten. Die vollständige Demo zeigt auch, wie sich die Änderung auf den Einheitspreis und die Projektsumme auswirkt. Die Werte sind Demonstrationsdaten, keine Marktpreise.
Was lässt sich wiederverwenden?
Wiederkehrende Positionen, Musterkalkulationen und frühere Projekte können eine neue Kalkulation vorbereiten. Vor der Verwendung werden Leistungsumfang, Mengenansätze und Preise geprüft. Eine Vorlage ist eine Grundlage für fachliche Arbeit, keine automatische Freigabe.
Splint macht Preise, Positionen und vergangene Kalkulationen zentral nutzbar. In einem Kalkulationscheck prüfen wir anhand Ihres Ablaufs, welche Daten sich für den Einstieg eignen. Dateiformate und notwendige Übergaben klären wir vor der Einführung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Einheitspreis und Positionspreis?
Der Einheitspreis bezieht sich auf eine Leistungseinheit, beispielsweise einen Quadratmeter. Der Positionspreis ergibt sich aus der ausgeschriebenen Menge multipliziert mit dem Einheitspreis.
Kann ich alte LV-Positionen einfach übernehmen?
Alte Positionen können als Grundlage dienen. Leistungsumfang, Ausführungsbedingungen, Mengenansätze und Preise müssen zum neuen Projekt passen und fachlich geprüft werden.
Wie kann ich die LV-Kalkulation in Splint ansehen?
Die Produktdemo zeigt an einem fiktiven Holzbauprojekt die Übernahme einer Vorlage, die Kalkulation einer Position, den Vergleich einer Änderung und die Erstellung eines Angebotsentwurfs.